Wilde Täler - Fürstliche Höhen

Checkliste

Länge12,7 km
rauf & runter300 m
Anspruchmäßig
An- & AbreiseAuto
GPX Trackwilde_taeler-fuerstliche_hoehen.gpx
Datum21.04.2019

 

Worte

Vor 9 Jahren und 11 Monaten wanderte ich durch das Donautal, erblickte ein Seitental und dachte: Das könnte sich doch auch mal lohnen… Ein paar Jahre später blickte ich bei einer Zugfahrt aus dem Fenster und dachte: Was für ein schönes Tal, da musst du auch mal eine Tour hindurch planen!

Und so plante ich. Viele Optionen in jenen Abschnitt des Naturparks Obere Donau zu gelangen boten sich hierbei nicht, und so kam eine doch recht eigenartige Streckenführung heraus: Es müssen satte 11 Kilometer auf langweilig vermuteten Wegen zurück gelegt werden, um lediglich 2 Kilometer des gewünschten Tales betreten zu können; Und das womöglich auch noch auf ungeliebtem Asphalt… So verschwand diese Tour für ein paar Jahre im Tourenpool.

Ostern 2019, allerfeinstes Wetter, und der Frühling erwacht. Feiertage sind leider immer blöd hinsichtlich Ausfliegen, denn andere haben ja ebenfalls Zeit; Es musste also eine Tour her, die nicht die Massen anzieht, eine die Ruhe erwarten lässt. Highlights braucht es auch nicht, denn dafür sorgt ja die nagelneue Natur. Und so zog ich diese Tour wieder heraus, und los ging es zum Startpunkt. Und dort präsentierte sich mir eine Infotafel zum DonauFelsenLauf "Wilde Täler – Fürstliche Höhen", die sogar mit dem Gütesiegel "Premiumwanderweg" aufwartet. Nicht, dass ich auf dieses Siegel irgend etwas gäbe, bemerkenswert war vielmehr: Diese Tour ist bis ins kleinste Detail identisch mit meiner uralten Tourenplanung! Und so sind hier auch unerwartet andere Wanderer unterwegs. Okay, nicht viele – diese Tour ist noch immer ein wahrer Geheimtipp – aber ich hatte eigentlich gehofft und erwartet hier schlicht niemand anzutreffen…

Es ist eine absolut grandiose Runde. Wohl eine der Schönsten die ich bislang kennenlernen durfte. Zu den Superlativen gesellen sich außerdem die Beschilderung und Rastmöglichkeiten. Zu sehen und entdecken gibt es in diesem Naturidyll eine Hülle und Fülle in sämtlichen Variationen, man ist hier gerne 2 Stunden alleine mit dem Sitzen auf Bänken und dem Bestaunen unserer Natur beschäftigt. Und wer gerne seine Füße ins Wasser strecken möchte: Auch hierzu gibt es Gelegenheit. Die befürchteten Asphaltstrecken blieben aus, wenngleich Wirtschaftswege zahlreich unter den Füßen verlaufen.

Diese Tour wird – je nach Quelle – mit 450 bis 490 Höhenmeter angegeben; Das hat sie definitiv nicht. Das mag zwar eine GPS-Aufzeichnung ausspucken, doch eine solche hat ohne nachfolgende manuelle Überarbeitung so viel mit der Realität zu tun wie Verbrauchangaben der deutschen Automobilindustrie. Die Tour wird auch stets als "mittelschwer bis schwer", als "sportliche" und "anspruchsvolle" Tour beschrieben; Es ist sicher eine Wanderung (und kein Spaziergang), doch 13 Kilometer auf der Schwäbischen Alb können auch ganz andere Kaliber aufweisen als diese hier.

Unterhalten wird dieser Weg von der Stadt Sigmaringen: https://www.sigmaringen.de/de/Freizeit-Tourismus/Aktiv-Natur/Wandern/


Highlights

  • KM 4,0: Irrleberg (Liegebank vorhanden!)
  • KM 5,5: Zupferfelsen
  • KM 6,5: Langer Fels
  • KM 7,2: Schmeietal
  • KM 9,5: Uschental
  • KM 12,6: Säntisblick

Bilder

Wegzeichen Rast am Irrlenberg Steine am Weg… im Tal der Schmeie Aufstieg durch das Uschental