4. Etappe:Großenhub – Crailsheim

Checkliste

Länge18,4 km
rauf & runter↑ 240 m, ↓ 350 m
GPX Track04.gpx
Datum19.10.2018

 

Wandernotizen

Heute ist der Herbst präsent: Nebel. Kühl. Doch auch das schaut super aus, und passt irgend wie in diese Landschaft. Mich erwartet heute eine lediglich 18 Kilometer lange Etappe, war die gestrige doch rund 6 Kilometer länger als ursprünglich geplant. Und so lasse ich mir viel Zeit. Mein Weg schlängelt sich lange an einem Waldrand entlang, und in den Talwiesen daneben kämpft sich langsam die Sonne durch den sich auflösenden Nebel. Toll! Die Wege sind heute derart schön, da braucht es wirklich keinen Aussichtsturm, keine Ruine und überhaupt. Hier ist man zufrieden und atmet durch. Wieder folgt ein ausgedehntes Waldstück, und die fallenden Blätter gehen um mich herum nieder. Auch Eicheln fallen zu Boden, und zwar in solchen Massen, dass es diese fast schon regnet. Plötzlich vor mir auch heute eine Wegsperrung, dieses mal verkündet diese allerdings Bauarbeiten. Umleitung? Ein Hinweis auf der offiziellen Kocher-Jagst-Trail Webseite hierzu? Fehlanzeige. Hier wird einfach mal der Europäische Fernwanderweg E8, der Kocher-Jagst-Trail, der Jagststeig sowie ein lokaler Wanderweg gesperrt, sind ja keine Autos denen eine paar Kilometer extra ganz sicher unzumutbar übel zusetzen würden; Für Fußgänger braucht man nie eine Umleitung, die können schließlich laufen. Praktisch! Mangels sinnvoller Alternative ignoriere ich die Absperrung. Ich gelange zu einem Bagger; Hier werden irgend welche Leitungsarbeiten durchgeführt, und der Baggerführer schaut verdutzt. Ich frage ob das weitere Wegstück passierbar sei, was er – noch immer verdutzt – bejaht. Fein! Und so laufe ich unverzüglich einfach weiter. Drei Kilometer nach dieser Baustelle versperrt mir ein richtig ungünstig umgefallener Baum abermals den Weg. Ob der wirklich so gefallen ist? Hier würde ich Absicht eines Waldeigners unterstellen wollen: Da soll bitte keiner durch. Und würde ich in die übliche Richtung laufen, hier würde ich tatsächlich überlegen einen alternativen Weg zu suchen. So aber müsste ich umkehren, und da kämpfe ich mich doch lieber durchs Unterholz. All dies bitte nicht falsch verstehen: Der Weg heute, und auch die vergangenen Tage bereitet Freude, dies sind die ganz normalen Probleme die einem beim Fernwandern (egal wo) begegnen. Das letzte Waldstück vor Crailsheim legt nochmal so richtig nach, hier macht das Wandern Spaß! Crailsheim selbst brauche ich (wie alle Städte) nicht wirklich, und so begebe ich mich direkt zum Bahnhof. Der Kartenautomat will meine Scheine nicht, aber zum Glück gibt es auch einen Schalter. Der IC gen Stuttgart läuft allerdings etwas verkürzt (sowie verspätet), und eine Sitzplatzreservierung ist auch nicht möglich. Doch nach so einer Tour hat man ein richtig dickes Fell, darf man Freitag Nachmittags solche Züge betreten. Hey, Hohenlohe, ich kommme wieder!


weiter zur nächsten Etappe