5. Etappe:Stettkirchen – Kastl

Checkliste

Länge19,7 km
rauf & runter↑ 570 m, ↓ 530 m
Anspruchein wenig
ÜbernachtenGasthof Schwarzer Bär, alternativ Forsthof
GPX Track05.gpx
Datum16.09.2017

 

Wandernotizen

Mit nur noch 5° fängt der Morgen kalt an, und die Luft ist feucht. Kurz nach meinem Start gesellt sich dann auch wieder der Regen hinzu. Eigentlich wurden Schauer angekündigt; Doch darunter verstehe ich kurze Regenphasen, die sich mit regenfreien abwechseln. Das heute ist einfach regnerisches, kaltes Wetter. Ich betrachte zunächst an jeder Gabelung den Weg auch rückwärts: Nein, der Jurasteig wurde auf meiner gestrigen Etappe gar nicht verlegt, er verläuft nach wie vor auf der von mir eingeschlagenen und bekannten Route! Ein Landwirt schneidet meinen Weg frei, und ich bedanke mich hierfür. Im Regen stehend plaudern wir eine Weile, und ich erfahre allerhand über diese Region: Der nachfolgende Weg wird vor diesem Hintergrund umso spannender. Ich erreiche abermals einen grandiosen Flecken, der zu einer ausgiebigen Rast einlädt – und kann diesen leider auf Grund der Wetterlage nicht nutzen. Ich überlege heute abzubrechen: Von meinem Zielort Kastl aus gibt es eine Buslinie nach Neumarkt, und dort einen Bahnhof. Und Kastl würde sich somit auch als künftiger Einstiegspunkt bei besserem Wetter eignen… In einem Wald hat die Forstwirtschaft gewütet: Zig neue Schneisen finden sich, und eine dürfte zuvor der Waldpfad mit dem Jurasteig gewesen sein. Die Beschilderung haben sie natürlich auch entsorgt, und abermals suche ich via GPS den richtigen Weg. Ob Waldarbeiter überhaupt gerne im Wald sind? Wohl eher nicht, sonst würden sie auch der anderen Waldbesucher gedenken… Weiter am Aussichtspunkt Rechenfels treffe ich auf einen Mountainbiker. Und der erklärt mir, dass ich mein Vorhaben abzubrechen nicht umsetzen, sondern komplett laufen würde: Denn der Bus fahre erst wieder übermorgen für die Schüler… Okay, das wäre also entschieden. Mit einer Empfehlung für Kastl mache ich mich auf die letzten Kilometer. Und kurz bevor ich ankomme: Der Weg ist abermals ohne Umleitung ganz einfach gesperrt. Welche Vollpfosten sperren einfach so einen Fernwanderweg? Wieso steht davon nichts auf der Webseite? Diese Sperrung muss schon seit Monaten bestehen! Ignorierend wandere ich durch die Großbaustelle, anwesend ist ohnehin niemand mehr. In meiner Unterkunft angelangt treffe ich wieder auf meinen Mountainbiker. Der Gastraum hat einen Hauch von einem in unsere Zeit und Welt transportierten „Zum tänzelnden Pony“, nur dass die Gaststube sehr viel kleiner ist: Hier bin ich wirklich inmitten Bayerns, und ohne Empfehlung hätte ich mich hier nicht wirklich hinein gewagt. Das Zimmer ist super, das Essen ebenfalls, und die Klamotten dürfen trocknen. Trotz Regen war dies ein absolut schöner Tag mit tollen Menschen!


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