1. Etappe:Thiergarten – Hausen im Tal

Checkliste

Länge11,9 km
rauf & runter↑ 360 m, ↓ 340 m
Anspruchmäßig
AnfahrtBus
ÜbernachtenPension Haus Wagenburg
Futtermitbringen
GPX Track1.gpx
Datum09.09.2016

 

Wandernotizen

Dieses mal sind wir zu viert unterwegs. Wir parken unser Auto am Ortsrand von Fridingen, und laufen hinab zur Bushaltestelle. Und da wir noch etwas Zeit haben, wird Fridingen auch genutzt um Proviant aufzufüllen. Unser Bus fährt und fährt – wir bekommen einen Eindruck von der Strecke, die wir uns vorgenommen haben die kommende Tage zu wandern. Das Wetter scheint perfekt mitzuspielen, stabiler Sonnenschein ist angekündigt. Und so starten wir in Thiergarten unsere erste Etappe – und die selbstverständlich mit einem Aufstieg. Eigentlich ist das ein recht heftiger Aufstieg, doch die Truppe scheint das ob der Plauderei nicht so richtig zu bemerken. Find ich gut, und oben angelangt gibt es zur Belohnung erst einmal Ruine Falkenstein. Unter den Ruinen ist das m.E. eine recht unromantische, aber die Drei sind jetzt schon begeistert … wenn die wüssten was sie noch erwartet ☺. Ich bemerke ein „schaut mal wo ihr hochgelaufen seit, das kleine Bächlein da unten ist die Donau“, doch sie sind so mit der Ruine beschäftigt, es wird nicht gehört. Dabei dürften sie sehr stolz sein auf diese Leistung: Hätte ich einen solchen Berg angekündigt („hey, wir laufen nur der Donau entlang, kann also icht sooo bergig sein…“), wir stünden jetzt nicht oben. Wenige hundert Meter weiter gibt es dann eine kleine Felswand neben dem Wanderweg, und danach geht es senkrecht – ein wahrlich beeindruckender Flecken. Man kann sich auch gegen den Berg lehnen und/oder mit Händen festhalten, und so sich ein wenig an die Höhe gewöhnen. Zwar ist der Flecken erwartungsgemäß noch nicht allen so richtig geheuer, aber mein Plan diese Stelle des Donautals als Einstieg und Akklimatisation zu wählen erweist sich als richtig. Und die Truppe stellt nun selbst erstaunt fest, dass sie zu Beginn doch auf Höhe der Donau gewesen, und jetzt so weit oben sind ☺. Wir steigen beinahe komplett ab, um sogleich wieder auf die Schaufelsen aufzusteigen: Vor uns geht es rund 200 Meter senkrecht, schroffe Felsformationen ziehen unsere Blicke in ihren Bann – und trotz dass unser Weg keinen halben Meter breit absolut unmittelbar und nur durch ein altes Geländer getrennt an jener Kante entlang führt: Alle scheinen so beeindruckt zu sein, dass keine schlotternden Knie aufhalten. Immer wieder bleiben wir stehen und genießen Aussicht wie Wetter. Durch das Reiftal steigen wir ab, ein sehr idyllisches Tal, durch das einst sogar Fuhrwerke den Höhenunterschied bewältigten. Heute sind teils sogar Treppen an die Felsen gezimmert, ein Fuhrwerk hätte in dieser Schlucht heute keine Chance mehr. Und wir alle stellen fest: Sau schön hier! Es geht noch über die Donau, und den restliche Strecke auf dem Talweg entlang. Für den ersten Tag waren das wahrlich genug Eindrücke und Herausforderungen. Unsere Pension Haus Wagenburg entpuppt sich als ein echter Glücksgriff, hier sind wir perfekt untergebracht. Eigentlich wollten wir den Gasthof Steinhaus nutzen, doch die meinten telefonisch Tags zuvor es wäre nix mehr frei. So nutzen wir jenes für das Abendessen, und dort bekomme ich mit, dass durchaus genügend Zimmer frei sind – manche wollen Fernwanderer einfach nicht haben, oder hoffen vielleicht auf einen besseren Deal mit Leuten, die länger bleiben. Anyway, ich weiß, dass wir nun viel besser untergekommen sind als im Gasthof. Und wie beim Fernwandern üblich beenden wir den Tag recht früh. Wow. Das Donautal lohnt einfach immer wieder.

Bilder

Etappe 1: der erste Aufstieg ist geschafft Etappe 1: Blick hinab zur Neumühle Etappe 1: auf den Schaufelsen Etappe 1: auf den Schaufelsen Etappe 1: Donau


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