Don't be evil?
Eigentlich ist das schon gar keine Erwähnung mehr wert; Denn schon wer an den Status "unterbelichtet" lediglich heranreicht weiss, dass Google massiv infomationen über einen sammelt: Mit jeder Suchanfrage, mit jedem Mausklick auf beliebten Webseiten (Tracking / Google Analytics), mit Emaildiensten, Social Network, Videos auf YouTube, Routenplanung mit Google Maps usw. - Google ist in jedem Bereich des Onlinelebens präsent und schreibt mit. Deren Status reicht hierbei vom Global Player bis hin zum Monopolisten.
Wer Dienste von Google auch noch bewusst nutzt, pfeift also entweder auf seine Privatsphäre, ist zu faul sich nach Alternativen umzusehen, oder aber darf als schlicht nicht zurechnungsfähig gelten.
Auslegungssache
Google hat ein Firmenmotto: "Don't be evil." Für Google bedeutet dies, dass sie ordentlich Manpower in sogenanntes "Crossite Scripting" pumpen: Normalerweise kann keine Webseiten Daten über eine andere erfahren - alles, was aktiv auf dem eigenen Rechner während dem Besuch einer Webseite geschieht, kann nur zwischen dem eigenen Rechner und der aufgerufenen Domain geschehen; Klartext: Legt die Webseite "abc.de" ein Cookie ab, kann "xyz.de" das nicht lesen ("same origin policy"). Das ist eine sinnvolle und notwendige Sicherheits- und Datenschutzrichtlinie. Sie auch nur versuchen zu umgehen setzt kriminelle Energie voraus.
Doch genau dies tut Google. Und das sogar nochmals aggressiver, als ich bislang wusste: Sie suchen nicht nur nach allgemeinen Lücken, sondern klappern die Webbrowser einzeln nach Schlupflöchern ab, so dass sie für jeden Nutzer einen maßgeschneiderten Einbruch in deren Privatsphäre vornehmen können. Aktuell wurde bekannt, dass sie in den Webbrowsern Safari und Internet Explorer solche "Crossite Cookies" dem Nutzer unterjubeln, auch wenn diese explizit keine solche wollen.
Die Welt blickt beim Datenschutz auf Facebook - und ich blicke seit Jahren zu Google und wundere mich über meine Mitmenschen.
Dabei mach Google teils gar kein Geheminis aus deren dunklen Phantasien: So soll der Nutzer von Google Chrome künftig gar nicht mehr damit belästigt werden irgend ein Passwort zu kennen - der Webbrowser wird selbst ein Passwort generieren, irgendwo speichern (womöglich bei Google selbst?), und beim surfen sich automatisch an den Webseiten anmelden. Überall unterschiedliche Passwörter, es soll ja sicher sein! Dass der Anwender so genau gar keine Kontrolle mehr über irgend etwas hat, sich vollständig abhängig von einem Konzern und seinem Webbrowser macht ... das wird wohl dem Komfort geopfert.
Be evil!
Google kann man ganz einfach komplett & systemweit in die Tonne treten; Hierzu einfach die "hosts" Datei um eine folgende Zeile ergänzen:
127.0.1.1 www.google.com www.google.de google.com google.de maps.google.de maps.google.com google-analytics.com
Damit ist man schon das Gröbste los. Die Liste darf einfach ergänzt werden. Die "Hosts" Datei liegt auf unixoiden Systemen (Linux, BSD, Mac) im Verzeichnis "/etc/", bei Windows im Ordner "c:\windows\system32\drivers\etc\".
Versucht nun irgend eine Stelle z.B. "www.google.de" aufzurufen, wird diese auf die IP "127.0.1.1" umgeleitet, es wird kein DNS Server mehr befragt, wo "www.google.de" denn im WWW zu finden ist. Und jene IP ist der eigene Rechner. Datenkrake Google erreicht so das Ziel nicht und verhungert.